Erbschafts­steuer in Spanien

Erbschafts­steuer in Spanien

Die Erbschaftssteuer in Spanien für Deutsche erklärt Ihnen Dr. Manuel Stiff

Das Thema Erbschaftssteuer in Spanien ist für Deutsche und andere Nordeuropäer oft unbekanntes Terrain. Aufgrund der Komplexität der einzelnen Sachverhalte empfiehlt es sich, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Wer sich nicht richtig informiert oder beraten lässt, geht ein hohes Risiko ein. Da kann die Erbschaft in Spanien unter Umständen teuer werden.
Hintergrundinformationen

Die Erbschaftssteuer in Spanien für Deutsche verständlich beschrieben

Auch wenn es seit 2013 ein neues Doppelbesteuerungsabkommen gibt, greift dieses nicht in Fragen der Besteuerung von Erbschaften. Das heißt, die Erbschaftssteuer in Spanien ist für Deutsche, die in dem südeuropäischen Land leben, genauso relevant wie die deutsche Steuer. Deshalb kann es grundsätzlich zur doppelten Belastung kommen, weil der Fiskus zweier Staaten zuschlägt. Allerdings gibt es die Möglichkeit der Anrechnung, die auf Antrag angewendet werden kann. Dies bedeutet, dass der geringere Erbschaftssteuersatz in dem Land mit der höheren Steuer in Erbschaftsangelegenheiten angerechnet werden kann. Es kommt also nicht zu einer doppelten Besteuerung, sondern nur zur Anwendung der höheren Steuer.

Unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht in Spanien

Im spanischen Erbrecht wird unterschieden zwischen der unbeschränkten und beschränkten Steuerpflicht. Unbeschränkt steuerpflichtig sind Sie, wenn Sie sich im Jahr vor dem Tod des Erblassers mehr als 183 Tage in Spanien aufgehalten haben. Dabei ist es unerheblich, wo der Erblasser lebte. In diesem Fall wird das gesamte Vermögen in Spanien versteuert. Haben Sie keinen gewöhnlichen Aufenthalt in Spanien, sind Sie beschränkt steuerpflichtig. Dann werden nur die Güter in Spanien versteuert, die sich dort befinden werden können. Dazu zählen etwa Immobilien, Kunstwerke, Pkw und Yachten.

Vorsicht vor hohen spanischen Steuersätzen

Die wesentlichen Gründe für die hohen spanischen Erbschaftssteuersätze liegen in den unterschiedlichen Freibeträgen. Liegt in Spanien bei Anwendung des allgemeinen spanischen Erbschaftssteuerrechts (anders im Erbschaftssteuerrecht einiger Provinzen so u.a. der Balearen) der Freibetrag bei rund 16.000 Euro, können Nachlassnehmer in Deutschland rund 400.000 Euro geltend machen. Zudem profitieren potenzielle Erben von der deutschen Schenkungssteuer, die alle zehn Jahre neu genutzt werden kann. Bei der spanischen Schenkungssteuer gibt es diese attraktiven Regelungen nicht. Aber nicht nur die Freibetragsregelungen machen Erbschaften in spanischen Gefilden teuer, auch die unter Umständen höheren Prozentsätze tun ihr übriges.

Den Unterschied zwischen Residenten und Nichtresidenten in der spanischen Steuer auf Erbschaften hält die Europäische Union im Rahmen des Europarechts für rechtswidrig und hat das Land verurteilt diese abzuschaffen. Angesichts der angespannten Wirtschaftslage ist es aber wohl nur eine Frage der Zeit, wann gesetzlich wiederum allgemein verbindliche und höhere Sätze eingeführt werden. Wahrscheinlich ist dagegen, dass dann sowohl Residenten als auch Nichtresidenten einheitlich stärker als bislang zur Kasse gebeten werden.

Fristen bei der Erbschaftssteuer in Spanien

Wenn Sie in Spanien erben, müssen Sie die Fristen beachten, die im spanischen Erbrecht festgelegt sind. So sind Sie als Steuerpflichtiger dazu verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach dem Tod des Erblassers unaufgefordert die Steuer zu erklären sowie abzuführen. Sie können allerdings in den ersten fünf Monaten einen Antrag stellen, um diese Frist auf 12 Monate zu verlängern. Das bietet sich in der Regel vor allem dann an, wenn Sie die Erbschaftssteuer sowohl in Spanien als auch in Deutschland zahlen müssen. Wenn Sie die Frist überschreiten, drohen Ihnen hohe Zuschläge auf die geschuldete Steuer.

Ermittlung der Steuerschuld

Relevant für die Erbschaftssteuer in Spanien für Deutsche ist der wahre Wert (valor real) der Erbmasse am Todestag des Erblassers. Diesen Wert muss der Steuerpflichtige selbst ermitteln. Bei einem Konto ist das natürlich problemlos zu bestimmen, aber in vielen anderen Fällen ist die Bewertung des wahren Werts deutlich schwieriger, etwa bei Immobilien. Beachten Sie hierbei, dass bei einer zu niedrigen Einschätzung möglicherweise eine Geldbuße droht, wenn die Finanzverwaltung die Angaben prüft. Deshalb müssen die Regeln der spanischen Finanzverwaltung befolgt werden. Gerne stehen wir Ihnen hierbei mit unserer Expertise zur Seite.

Rechtsanwalt Dr. Manuel Stiff: Ihr Experte für die Erbschaftssteuer in Spanien für Deutsche

Wenn Sie eine Erbschaft antreten, sollten Sie sich absichern, um zu sparen. Sie sind auf der Suche nach einem kompetenten Rechtsanwalt, der das Thema Erbschaftssteuer in Spanien für Deutsche verständlich erklärt? Dann ist die Kanzlei Dr. Stiff & Partner, bufete hispano-aleman die richtige Anlaufstelle. Vereinbaren Sie eine präventive erbschaftssteuerliche Erstberatung. Diese kostet Sie maximal 190 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und eventuellen Auslagen. Sie werden sehen: Das lohnt sich!