Erbschafts­steuer in Spanien
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Erbschafts­steuer in Spanien

Verjährung der Erbschaftssteuer in Spanien

Für die Erbschaftssteuer in Spanien gilt grundsätzlich: Nicht in Spanien ansässige Erben müssen für den Fall, dass in Spanien belegenes Vermögen Teil des Nachlasses eines nordeuropäischen Erblassers ist, gemäß Erbschaftssteuerregelung eine Erbschaftssteuer in Spanien  entrichten. Die Verjährung der Steuer beträgt grundsätzlich vier Jahre nach Ablauf der halbjährigen Erbschaftssteuerzahlungsfrist. Diese wiederum läuft ab dem Tod des Erblassers. Doch so einfach ist die Verjährung der spanischen Erbschaftssteuer nicht und es gibt einiges zu beachten. Dr. Stiff besitzt als deutscher Rechtsanwalt eine Doppelzulassung in Deutschland und Spanien und unterstützt Sie mit seinem Team bei allen themenrelevanten Fragen.

Verjährung der Erbschaftssteuer in Spanien nach dem 01.01.2003

Da die Kenntnis des spanischen Fiskus vor dem 1. Januar 2003 keine Voraussetzung für den Verjährungsbeginn war, ließen viele Deutsche die Steuer bei deutsch-spanischen Erbfällen bewusst verjähren. Um weiteren Missbrauch zu verhindern, wurde der Art. 25 Abs. 2 des spanischen Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetzes (ErbStG) angepasst. Die neue Regelung besagt, dass sich der Beginn der Verjährung bei ausländischen Erbfällen nach dem Zeitpunkt richtet, zu dem die Urkunde der ausländischen Behörde beim spanischen Finanzamt vorgelegt wird. Diese neugefasste Regelung wird oftmals so ausgelegt, dass die Verjährung erst beginnt, wenn die ausländische Urkunde beim spanischen Fiskus vorliegt. Vielmehr, so meint die Finanzverwaltung, bedeutet der neugefasste Artikel aber, dass die Verjährung bei Sterbefällen nach 2003 erst beginnt, wenn die spanische Steuerbehörde die Möglichkeit zur Kenntnisname hatte. Diese Ansicht ist sehr umstritten.

Dr. Manuel Stiff und Kollegen beraten zum Erbrecht in Spanien

Es ist jedoch keinesfalls empfehlenswert eine mögliche Verjährung abzuwarten, da diese Verjährung theoretisch mangels Fristbeginn nie eintreten könnte. Negative Folgen sind pauschale Strafzuschläge in beträchtlicher Höhe (bis zu 20 % der Steuerschuld) und der Ansatz von Verzugszinsen. Um sich vor diesen Konsequenzen zu schützen, sollten Sie in jedem Fall einen erfahrenen Anwalt konsultieren.

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