Erbschafts­steuer in Spanien
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Erbschafts­steuer in Spanien

Nachlassplanung und Erbschaft in Spanien

Die Europäische Erbrechtsverordnung, die seit dem 7. August 2015 gilt, bringt wesentliche Veränderungen mit sich und erschwert die ohnehin schon unübersichtliche Rechtslage im Bereich der spanischen Erbschaftssteuer zusätzlich. Personen mit Vermögen in Spanien, insbesondere in Form von Immobilien, sollten für Ihre Nachlassplanung in Spanien einen erfahrenen und kompetenten Berater zu Rate ziehen. Die Kanzlei um den deutsch-spanischen Anwalt Dr. Manuel Stiff ist hier der richtige Ansprechpartner. Der erfahrene Anwalt berät Sie ausführlich und umfassend über zu erwartende Erbschaftssteuerlasten und unterstützt Sie bei der Erstellung oder Änderung testamentarischer Verfügungen im Vorfeld des Erbfalls.

Nachlassplanung in Spanien: Änderungen bei der Testamentserstellung

Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung gilt für Deutsche in Spanien nicht mehr automatisch das deutsche Erbrecht nach dem BGB. Vielmehr spielen der tatsächliche Lebensmittelpunkt des Erblassers und die Lage des Nachlassvermögens eine Rolle. Das bedeutet, der Erbschein wird theoretisch nicht mehr in Deutschland, sondern in Spanien beantragt, wenn ein Deutscher in Spanien verstirbt und dort dauerhaft für mindestens sechs Monate gelebt hat. Insbesondere bei der Testamentsgestaltung gibt es zwischen deutschem und spanischem Recht große Unterschiede. Deshalb sollte hier bereits eine Rechtswahl zugunsten des Heimatrechts getroffen werden. Durch die neue EU-Verordnung und wenn das Testament in Spanien vor einem Notar erreichtet wird bleibt der formelle Rahmen des Testaments (Formvorschriften) in spanischer Form erhalten, aber der Inhalt – Erben, Pflichtteile und Erbquote – richtet sich nach deutschem Recht. Zu beachten ist jedoch, dass das Erbrecht nichts mit den steuerlichen Pflichten bei einem Erbfall zu tun hat. Spanische Immobilien werden unabhängig vom anwendbaren materiellen Erbrecht im Testament unter Umständen in beiden Ländern besteuert.

Testament erstellen und gesetzliche Erbfolge ausschließen

Mit der Testamentsverfassung kann die gesetzliche Erbfolge ausgeschlossen werden. Die volle Testierfähigkeit besteht ab der Vollendung des 18. Lebensjahres. Dem Erblasser stehen dabei verschiedene Möglichkeiten – eigenhändiges, offenes oder verschlossenes Testament – zur Verfügung. Ein eigenhändiges Testament kann nur von volljährigen Erblassern errichtet werden. Das Testament muss komplett von Hand verfasst und unterschrieben werden sowie mit Datum versehen sein. Das offene Testament hingegen wird auf Äußerung des Erblassers von einem Notar niedergeschrieben und als Niederschrift verlesen. Ist der Erblasser mit der Niederschrift einverstanden, wird das Testament von beiden unterzeichnet. Ein verschlossenes Testament kann vom Erblasser selbst oder einem Dritten verfasst werden. Das vom Erblasser unterzeichnete Testament muss im Anschluss in einem verschlossenen und versiegelten Umschlag dem Notar übergeben werden. Auch Sondertestamente, beispielsweise ein Nottestament auf hoher See, sind möglich.

Erbvertrag – für nicht verheiratete Lebenspartner

Ein gemeinschaftliches Testament ist nur nach deutschem Recht und nur für Ehepartner möglich. Die ideale Möglichkeit für unverheiratete Lebenspartner und Partnerschaften sich gegenseitig abzusichern, ist ein deutscher notarieller Erbvertrag, der keine personenrechtlichen Beziehungen fordert. Für die Gültigkeit ist allerdings eine notarielle Beurkundung erforderlich. Im Erbvertrag können Erbeinsetzungen, Vermächtniszuwendungen usw. geregelt werden. Anders als ein einseitiges Testament kann ein Erbvertrag nicht einseitig widerrufen werden, sondern nur durch einen neuen Vertrag aufgehoben werden. Ein gemeinschaftliches und wechselbezügliches Ehegattentestament kann unter Umständen auch nicht einseitig wiederrufen werden.

Erbschaftssteuer in Spanien für Deutsche – individuelle Beratung

Die Erbschaftssteuer in Spanien und im Heimatland ist für Nordeuropäer und andere Zugezogene oft ein kompliziertes Thema. Wer sich nicht richtig informiert, geht ein hohes Risiko ein. Jeder Sachverhalt muss individuell betrachtet werden und erfordert umfangreiches rechtliches Know-how. Vermeiden Sie hohe Erbschaftssteuerlasten mit einer qualifizierten Beratung und überlegten Nachlassplanung vor dem Eintreten des Erbfalls und in Spanien durch unsere Kanzlei. Rechtsanwalt Dr. Stiff und seine Kollegen beraten Sie bei jeglichen Fragen kompetent und auf verständliche Art und Weise, so dass Sie es verstehen. Überzeugen Sie sich selbst von der juristischen Expertise: Vereinbaren Sie zeitnah einen Beratungstermin und nutzen Sie dazu einfach das Kontaktformular! Wir sind gerne für Sie da.